Saisonende - Einwintern der Völker

So toll im Frühjahr die Bienen ins Jahr gestartet sind, so schwierig war der Saisonschluss. 

Aber der Reihe nach:

Das warme Frühjahrswetter hat nun schon zum 2. Mal hintereinander eine gute Blütenhonig-Tracht ergeben. Ganz anders als 2017. Nicht so dunkel in der Farbe sondern heller. Eingetragen haben die Bienen Wiesenblumen, Löwenzahn und Obstblüten. Ein besonderes Geschmackserlebnis.

Meine beiden Standorte im Gebirge, auf der Rauhalm und neuerdings auch auf der Belegstelle am Pfaffenkopf haben dieses Jahr keinen Ertrag gebracht. Durch die lang anhaltende Hitzeperiode hatten die Bienen nicht genug an Trachtangebot und ich habe die Völker vorzeitig ins Tal geholt, damit sie nicht verhungern. Es gibt also 2018 keinen Gebirgshonig.

Genauso ist es dem Honigtaueintrag ergangen. Anscheinend hat auch hier die langanhaltene Hitzewelle der Lauspopulation (Verantworltich für den Waldhonig) nicht gut getan und es gab keinen Honigtaueintrag. Also 2018 auch keinen nennenswerten Waldhonig.

Zuverlässig wie immer war die Linde. Anfang bis Ende Juni haben die Bienen den Sommerhonig eingetragen. In der Hauptsache Linde mit Teilen von Waldhonig, Himbeere und Brombeere. 

Nachdem im ganzen Juli keine Gewichtszunahme in den Völkern mehr stattgefunden hat, begann Ende Juli bis Mitte August der Wald doch noch leicht zu honigen. Zum Schrecken vieler Imker war dies jedoch Melizitosehonig (Honig, der in den Waben kristallisiert und nicht zu schleudern ist). Trotzdem musste der Honig aus den Völkern gegeben werden, da der Honig nicht zum Überwintern der Bienen in den Völkern belassen werden kann.

Ein langer schöner Sommer, ein schwieriges Bienenjahr. Hoffen wir auf ein guten Bienenjahr 2019. Darauf bereiten wir unsere Völker jetzt mit der Varroabehandlung vor.